Auf den Îles-de-la-Madeleine

recycled vom Oktober 2013 – passt grad gut zum Strandwetter draußen!

Früher gab es hier Walrosse in Massen, und sogar Eisbären sollen auf den Magdalenen-Inseln gesichtet worden sein. Heute ist alles etwas anders, wie wir auf unserer Rundreise erfahren …

Cap-a-Isaac
Am Cap-à-Isaac, Île de Grande Entrée

Eine schlafarme Nacht auf der Fähre, gefolgt von einem sonnigen Sonntagmorgen auf den Îles-de-la-Madeleine: ein Déjeuner sur l’herbe (Frühstück im Freien) mit französischen Köstlichkeiten bildete den Auftakt für unsere Entdeckungsfahrt. Manche sagen, diese Inselgruppe würde beim Blick auf die Landkarte aussehen wie ein gestreckter Angelhaken, oder wie ein mit Strichen angedeutetes kopfstehendes Seepferdchen. Der Archipel besteht aus einzelnen felsigen Inseln, überwiegend aus rotem Sandstein, die sich über eine Länge von 65 km erstrecken und fast alle auf natürliche Weise miteinander verbunden sind – zumeist über lange schmale Sandstreifen (Nehrungen) und Dünen, die manchmal noch durch Dammwege und Brücken ergänzt wurden.

Zwischen den Inseln
Dämme, Dünen und Nehrungen verbinden die felsigen Inseln

An Stränden gibt es hier keinen Mangel – die Sandstrände mit einer Gesamtlänge von über 300 km ziehen sich ausgedehnt vor flachem Schwemmland dahin, ähnlich wie man es in Deutschland etwa von Hiddensee oder Sylt kennt. Hinter manchen der langgestreckten Nehrungen finden sich auch Lagunen oder aber seichtere Meeresarme. Das milde maritime Klima sorgt für moderate Temperaturen. Aber auch wenn man kein passionierter „Badegast“ ist, kann man auf den Inseln viel erleben.

Parc de la dune de l'Oest
Am Strand, Dune de l’Oest

Sanfte Dünen, Feuchtgebiete, wie das Réserve nationale de faune de la Pointe-de-l’Est, wo Plankenwege die empfindliche Vegetation schützen, bilden ein Paradies für Wasservögel.
Felsige Steilküsten, rote Sandsteinfelsen mit scharfen Abbruchkanten, zahlreichen Einschnitten und Aushöhlungen begeistern uns mit ihren abwechslungsreichen Formen und spektakulären Ausblicken; im Abendlicht entfalten die roten Felsen eine unvergleichliche Leuchtkraft.

Bei Fatima
Felsenküste bei Fatima, Cap aux Meules

Im kleinen historischen Viertel La Grave auf der südlichsten Insel Havre Aubert mit seinen restaurierten Holzhäuser, ob farbenfroh gestrichen oder im natürlichen Silbergrau, finden wir Boutiquen, Kunstgalerien sowie Bistro, Pub, Restaurants, Cafés – und ein Museum mit aufschlussreichen Ausstellungen.

Seacow Path
An die Zeiten der Walrosse erinnert nur noch das Strassenschild

Mehr über das Leben auf den Magdalenen-Inseln gestern und heute, über Künstler, Kite-Surfer, über einen ehemaligen Walross-Liegeplatz und auch über die umstrittene Robbenjagd der Inselbewohner kann man im vollständigen Artikel “Kleinod im Golf von Sankt Lorenz: Rundfahrt auf den Îles de la Madeleine” in Ausgabe 4/2013 des Magazins 360° Kanada nachlesen.

Hafen im Abendlicht
Hafen im Abendlicht

Detailliertere Hintergrundinformation zum Reisen auf den Îles-de-la-Madeleine, zu Attraktionen, Natur, Kultur und Geschichte findet man in meinem Reiseführer “Kanada – der maritime Osten” (soeben – Ende Juni 2019 – in der aktualisierte Ausgabe erschienen!)

von Mechtild Opel

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2 Antworten zu Auf den Îles-de-la-Madeleine

  1. Cresent Moon Cafe sagt:

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